Der Begriff Stress - Beratung für Entspannung und Hochsensibilität

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Tanja Schmidt

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Tanja Schmidt - Wegweiserin

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Der Begriff Stress

Rund um die Entspannung > Wissenswertes zur Entspannung
Was verstehe ich denn überhaupt unter Stress?

Stress sehen wir nicht, Stress fühlen wir.“

Der "Vater der Stress-Forschung", der Physiologe Hans Selye, definierte den Begriff wie folgt:

"Stress ist die unspezifische Reaktion des Körpers auf jede Anforderung, die an ihn gestellt wird."

"Stress sind die Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse,
denen ein Lebewesen täglich durch viele Umwelteinflüsse ausgesetzt ist."

"Stress ist ein komplexes, aber einheitliches physiologisches Reaktionsmuster
auf jedwede Form von Druck oder Anforderung."

Der Ausdruck "Stress" entspricht in der Medizin etwa dem deutschen Wort "Belastung". Biologische Belastungen können sowohl Lust- als auch Unlustgefühle erzeugen, sie können den Menschen krank machen, aber auch heilen. In der Fachsprache wird daher unterschieden in Eustress und Disstress.

Die heutige allgemeine Definition von Stress lautet:

Stress ist, wenn ein Individuum mit Ereignissen/Situationen konfrontiert wird,
die es belasten und sein subjektives körperliches oder seelisches Wohlbefinden beeinträchtigen.“
(Atkinson et. al.)

Das Gefühl, gestresst zu sein, entsteht immer dann, wenn wir den Eindruck haben, etwas wachse uns über den Kopf, das heißt wenn wir den Eindruck haben, eine Situation nicht kontrollieren oder bewältigen zu können. Wir alle brauchen ein gewisses Maß an Stress, sonst sind wir nicht leistungsfähig und würden tagtäglich nur faul auf der Couch liegen.

Positiver Stress, der uns fordert und fördert, uns leistungsfähiger macht und unsere Psyche belebt sowie sogar unser Immunsystem stärkt, wird in Fachkreisen Eustress (= euphorischer Stress) genannt. Heute wird er eher mit den Begriffen Motivation oder Aktivierung umschrieben.

Durch diese Art Stress, der als solcher selten von uns wirklich als Stress empfunden wird, werden in uns Erregungen und Anspannungen aufgebaut, die uns bei der Bewältigung von schwierigen Aufgaben helfen, wie zum Beispiel bei Prüfungen oder in sportlichen Wettkämpfen. Der Zustand positiven Stresses entspricht dem Moment, wenn wir „viel um die Ohren“ haben, uns jedoch den überwiegenden Teil der Zeit äußerst wohl fühlen.

Wir erhalten das Gefühl, etwas zu leisten, zu erschaffen, etwas Sinnvolles für uns oder andere zu tun, daher bringt uns diese Art von Stress Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und sogar Lustgefühle. Ein anderes Beispiel ist, wenn wir „im Flow“ sind während unserer Tätigkeit, und oft erst am Ende des Tages merken, dass wir doch eigentlich recht müde und ausgelaugt sind, trotz des schönen Gefühls, etwas geschaffen zu haben.

Etwas anders und deutlich schädlicher für uns, unseren Körper und unseren Geist ist das, was wir heute allgemein unter Stress überhaupt verstehen – der negative Stress, in Fachkreisen genannt Disstress (= disharmonischer Stress). Kleine Anmerkung: Es gibt unterschiedliche Angaben zur Schreibweise – so sind auch gängig Distress oder Dysstress.

Ich denke, dass wir diese Momente alle kennen, ob auf Arbeit, zu Hause oder sogar in der Freizeit. Uns fehlt die Zeit zum Luft holen oder wir haben das Gefühl, etwas zu verpassen und machen deswegen einfach weiter, obwohl Körper & Geist eigentlich schon längst eine Pause benötigen. Und vielleicht wartet um die Ecke auch schon die nächste stressige Situation. Als Folge kann unser Körper die benötigte Energie nicht mehr richtig regulieren, weshalb es für unseren Organismus immer schwieriger wird, die nachfolgenden Stress-Situationen zu bewältigen. Irgendwann geht gar nichts mehr – und wenn wir in den Anfängen sind, fallen wir noch einfach völlig KO ins Bett.

Optimalerweise wird sich der Körper und der Organismus im Schlaf erholen – wenn das noch geht, ist das prima. Hält jedoch der Stress längere Zeit an und wird vielleicht sogar chronisch, dann ist höchste Alarmbereitschaft geboten.

Übrigens führen nicht nur Überbelastungen zu negativem Stress, sondern auch jegliche Form von Unterforderung kann dazu führen, dass wir uns unwohl fühlen. Dazu gehören zum Beispiel länger anhaltende Langeweile oder ein Job, der einfach nicht unseren Fähigkeiten entspricht und auf Dauer zur ungeliebten Routine wird. In diesem Fall können die bereitgestellten Energien vom Organismus nicht mehr abgebaut werden und es kommt zu den gleichen Symptomen wie bei einer Überbelastung durch zu viel Aktivität.

Wozu der negative Stress führen kann, ist hinlänglich bekannt und wird an anderer Stelle nochmals genauer beschrieben. Insgesamt wissen wir jedoch, dass wir von zu viel Stress auf Dauer krank werden, vielleicht Depressionen erleiden oder dass andere funktionelle Störungen hervorgerufen werden können.


Eustress
= euphorischer Stress
= Motivation & Aktivierung


Disstress
= disharmonischer Stress
= was wir im Allgemeinen unter Stress verstehen



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