In Stress kommen wir durch... - Beratung für Entspannung und Hochsensibilität

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Tanja Schmidt

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Tanja Schmidt - Wegweiserin

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In Stress kommen wir durch...

Rund um die Entspannung > Wissenswertes zur Entspannung
Was bringt uns denn in Stress?
  
In erster Linie natürlich die Situationen, die in uns negative Gefühle und einen negativ empfundenen Spannungszustand auslösen. Sie werden Stressoren oder Stressfaktoren genannt und haben einen direkten Einfluss auf unseren Körper durch die Aktivierung des Sympathikus.

Nun gibt es unterschiedliche Bereiche, in denen Stressoren aktiv werden können.

Unter private Stressoren verstehen wir unter anderem:

    • die eigene Erwartungshaltung. Wir sind vielleicht wenig davon überzeugt, eine bestimmte Situation bewältigen zu können oder etwas unter Kontrolle zu haben. Das können größere Dinge sein, fängt allerdings auch bereits im Kleinen schon an. Den Satz „Ich kann das nicht!“ werden sehr viele von uns bereits verinnerlicht haben. Weiterhin fallen hierunter das hohe Empfinden der Abhängigkeit – das kann sich emotional, finanziell oder in anderer Form äußern sowie der Perfektionismus, der uns sehr häufig das Leben ganz schön schwer machen kann.

    • …eigene körperliche oder psychische Beeinträchtigungen, wie Krankheit, chronische Schmerzen, Hunger oder Durst. Und natürlich die Pflege von nahestehenden Personen.

    • Trauer in jeglicher Form. Natürlich in erster Linie durch den Verlust einer nahestehenden Person – allerdings können auch beispielsweise verpasste Lebensträume eine Trauer in uns auslösen.

    • unsere Ängste, auch in jeglicher Form. Zum Beispiel vor der Zukunft, existenziell, finanziell, Angst zu Versagen, Angst vor Ablehnung usw.

    • ...Isolation, Einsamkeit oder Langeweile. Vor allem die Langeweile ist stressauslösender, als wir das vielleicht denken. Auch sie führt dazu, dass wir uns schlecht fühlen und auch sie kann auf Dauer krank machen. Als Gegenspieler zum Burnout, wird die Boreout genannt, laut Wikipedia übrigens übersetzt mit Ausgelangweilt-Sein.

    • ...Zwischenmenschliche Konflikte mit Familie oder Freunden oder Beziehungsstress
    • ...nicht erfüllte Grundbedürfnisse
      (wenn du darüber mehr wissen möchtest, empfehle ich dir die Bedürfnispyramide nach Maslow – du findest einige Informationen im Netz)
    • ...Süchte (und damit sind nicht nur die offensichtlichen gemeint)
    • ...zu hohe Verantwortung
    • ...räumliche Enge
    • ...gedankliche Beschäftigung mit vergangenen negativen Ereignissen
    • ...ständige Erreichbarkeit
    • ...Freizeitstress – FOMO = Fear of missing out (die Angst, etwas zu verpassen)
    • ...mangelnder körperlicher Ausgleich (beispielsweise durch Sport) oder Schlafdefizit
        
Am Arbeitsplatz finden wir unter anderem die Stressoren:

    • Überforderung und Zeitdruck
    • Versagen in Leistungssituationen
    • ...mangelnde Anerkennung der Leistung
    • ...Angst vor Entlassung
    • ...Arbeit unter künstlichen Bedingungen (kein Tageslicht, Klimaanlage)
    • ...Probleme bzw. Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten/Kunden, Mobbing
    • ...Einführung neuer Arbeitsmethoden und -techniken
    • ...Erwartung hoher und mobiler Flexibilität
    • ...bevorstehende Prüfungen
    • ...Elektrosmog, Druckerbelastungen
      (unter anderem durch Feinstaub – hier kannst du im Netz unter Sick-Building-Syndrom gerne einmal schauen)
    • ...Unterforderung, Langeweile, Monotonie oder übergroße Routine
    • ...mangelhafte Strukturen
    • ...mangelhafte Selbständigkeit

Weiterhin gibt es die Zivilisations-Stressoren, die wir selbst nur bedingt beeinflussen können, wie zum Beispiel:

    • ...Lärm
    • ...Umwelt (Gifte, Belastung durch Chemikalien, Luftverschmutzung, Hitze....)
    • ...Verkehrsstress
    • ...Menschendichte, Enge
    • ...Informationsüberflutung durch die Medien jeglicher Art

Dann gibt es da noch die kleinen, unscheinbaren, alltäglichen, naheliegenden Dinge, die in uns ein Gefühl des Gestresst-Seins auslösen können – die Daily Hassles...

Das sind mitunter recht banale Ereignisse, die uns jedoch für den Moment massiv unter Druck setzen können. Nehmen wir als Beispiel das Einkaufen nach einem langen Arbeitstag. Eigentlich würden wir nur noch gerne auf die Couch und die Füße hochlegen – und ganz viele andere Menschen wollen das auch – nur der Kühlschrank ist so gähnend leer, also rein ins Getummel. Oder auch „schön“: auf der Arbeit wollen 3 Kollegen gleichzeitig etwas von dir, wo du eigentlich selbst gerade eine ganz wichtige Aufgabe vor dir liegen hast – und natürlich ist jedes Anliegen der Kollegen das ultimativ Wichtigste.

Diese kleinen Daily Hassles sind häufig gekoppelt mit Zeitnot, Termindruck, Hektik, zu hohen Anforderungen (die eigenen oder die der anderen) oder Umweltfaktoren.

Die täglichen Stressfaktoren kann man sich auch als Sand im Getriebe vorstellen. Anfangs werden sie meist noch nicht als stressig erlebt, im Laufe der Zeit entwickeln sie sich jedoch unerkannt zum eigentlichen Problem. So wird dann in schwierigen Zeiten das Klingeln des Telefons oder eine einfache Frage eines Kollegen zum Stressauslöser, der eine heftige körperliche und geistig-seelische Reaktion nach sich zieht nach dem Motto: 'Es braucht nur die Fliege an der Wand und schon gehe ich unter die Decke.'“
(Stress bewältigen mit Achtsamkeit, Lehrhaupt/Meibert, Seite 37)

Weitere Daily Hassles können sein: Gewichtsprobleme oder sonstiges körperliches Unwohlsein („Ich fühle mich einfach nicht wohl!“), steigende Preise („Wo soll denn das Geld jetzt noch herkommen?“), Unzuverlässigkeit anderer und Unpünktlichkeit („Das ist doch respektlos!“), Verschleiß wichtiger Hilfsmittel („Gerade jetzt, wo ich es so dringend brauche!“), der morgendliche Berufsverkehr („Ich habe doch einen wichtigen Termin!“), Arzttermine, bestimmte Wetterlagen, Reparaturen und und und...

Für eine lange Zeit kam es mir so vor, als wenn das Leben nun bald beginnt – das richtige Leben!
Aber es war immer noch irgendein Hindernis im Weg: etwas, das erst einmal bewältigt werden musste,
eine Schuld, die noch nicht beglichen war... dann würde das Leben beginnen.
Schließlich dämmerte es mir, dass diese Hindernisse das Leben sind.“
(Alfred de Souza)

Und letztendlich wären es da die stressverschärfenden Gedanken:

Hierbei handelt es sich um Gedanken, die meist automatisch, also unbewusst ablaufen, und dazu führen, dass wir etwas oder jemanden als Stressauslöser erleben und automatisch in die Stressreaktion abgleiten. Anders ausgedrückt handelt es sich um Glaubenssätze (vermutlich schon sehr alt und absolut nicht mehr up to date), die dann ins Bewusstsein kommen, wenn ein Trigger sie ausgelöst hat. Zum Beispiel kommt dann hoch:

„Das schaffe ich nie.“
„Ich kann das nicht.“

„Am liebsten mache ich alles selbst.“

„Ich will mit allen Leuten gut auskommen.“

„Ich muss immer alles richtig machen.“

Stressverschärfende Gedanken hängen zusammen mit bestimmten Denkstilen, inneren Ansprüchen und daraus resultierenden Verhaltensweisen sowie mit Gefühlen. Der eigene Perfektionismus, die Angst vor Misserfolgen und Fehlern, die Angst nach Ablehnung, der Wunsch nach Kontrolle über Situationen oder andere Menschen und eine überhöhte Angst vor der eigenen Hilfslosigkeit sind einige dieser Ansprüche, die wir meistens an uns selbst in höherem Maße haben, als an die Menschen in unserem Umfeld...

Stressoren oder
Stressfaktoren
= Situationen, die Stress bei uns auslösen

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private Stressoren

Stressoren am Arbeitsplatz

Zivilisations-Stressoren

Daily Hassles

Stressverschärfende Gedanken


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