Was macht sie mit mir... - Beratung für Entspannung und Hochsensibilität

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Tanja Schmidt

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Was macht sie mit mir...

Rund um die Hochsensibilität > Wissenswertes zur Hochsensibilität
  
Warum ein HSM so ist, wie er ist...

Allgemein ist es so, dass dieses ständig „auf Draht sein“ ziemlich anstrengend ist und es schnell zur Überreizung kommen kann. HSM müssen sich zügig anpassen können und denken ungemein mehr als normal sensible Menschen. Das müssen sie deshalb, weil sie sonst die Wahrnehmungen, Informationen und die damit verbundenen Gefühle nicht eingeordnet bekommen. Auch müssen sie zwischen Wichtig und Unwichtig selbst entscheiden, was ebenfalls nicht immer so einfach ist. Warum das so ist, erkläre ich gleich.

Der Körper reagiert auf diese enorme Verarbeitungsleistung natürlich – er wird müde – und der Geist auch. Dadurch sind HSM schon mal ganz einfach schneller platt und fertig, als andere Menschen. Sie fühlen sich aus der Balance herausgerissen und sind nicht selten nah an Wasser gebaut oder flippen aus – was meiner Meinung nach verständlich ist. Ein überfüllter Ballon platzt irgendwann auch und vielleicht erklärt das ein wenig, warum HSM, so feinfühlig sie auch sind, nicht immer brave und liebe Lämmchen sind... .

Diese Dauerflut im Gehirn sorgt im Körper dafür, dass die Stresshormone Adrenalin und Cortisol vermehrt ausgeschüttet werden. Der HSM steht somit unter Dauerstrom, wenn er nicht auf sich acht gibt. Die Gefahr ist einfach höher, die typischen Stress-Symptome zu zeigen und was bei einem dauerhaft überhöhten Stresspegel passiert, ist hinlänglich bekannt (oder hier noch mal nachzulesen). Es ist übrigens häufig so, dass HSM einen dauerhaft überhöhten Cortisolspiegel haben – festzustellen über eine Blutuntersuchung beim Arzt. Ein weiterer Nebeneffekt ist die Verschmutzung des Lymphsystems, was natürlich auch nicht gerade gesundheitsfördernd ist.

Wichtig ist also, dass HSM sich genug Auszeit nehmen, um sich erholen zu können von der Flut an Informationen, Gedanken und Gefühlen. Sie brauchen mehr Zeit, um zu sortieren und zu verarbeiten. Auf der anderen Seite ist genaueres Überlegen ja auch ganz gut, führt dies doch nicht selten zu guten Einschätzungen oder Entscheidungen. Und oft sind HSM auch vorausschauender...

Wie erlebt ein HSM seine Hochsensibilität?

Das kommt ganz darauf an, wie sehr er sich damit versöhnt hat, einfach anders zu sein als andere. Wie hoch die Selbstakzeptanz ist und wie hoch er es schätzt, mit diesem Wesenszug ausgestattet zu sein.

HSM, die noch damit hadern oder Menschen, die vielleicht noch gar nicht wissen, dass sie hochsensibel sind, haben oft das Gefühl:

    • anders zu sein
    • nicht in diese Welt zu passen
    • von einem anderen Stern zu sein
    • zu empfindlich zu sein
    • nicht verstanden oder missverstanden zu werden
    • zu langsam oder zu dumm zu sein

Wobei die erlebte Erziehung und der bisherige Lebenslauf mit all seinen Glaubenssätzen, die sich tief in uns vergraben haben, sicherlich ihren Anteil dran haben.

Dadurch, dass HSM sich anders fühlen, ist das soziale Miteinander nicht immer so einfach. Zum Beispiel sind vielen HSM Oberflächlichkeiten zuwider, sodass banale Gespräche über das Wetter, über die neuesten Modeerscheinungen oder die neuesten Rezeptideen nur dann spannend sind, wenn die Person einen Bezug dazu hat. Viele möchten lieber über ihr (sehr reges) Innenleben reden, über ihre Gefühle oder ihre Wahrnehmungen. Dies überfordert jedoch häufig das Gegenüber – haben doch viele Menschen überhaupt keinen oder nur wenig Bezug zu ihrer eigenen Innenwelt – und selbst wenn, wollen sie verständlicherweise nicht mit jedem darüber reden.

Auch fein ist der erhöhte Perfektionismus, mit dem viele HSM ausgestattet sind. Da wird es schon einmal ganz schön schwer, es einem HSM recht zu machen – wobei dies für den HSM selbst ebenso gilt! Der eigene Perfektionismus kann den HSM selbst ziemlich unter Druck setzen.

Das Bedürfnis nach Ruhe & Rückzug kann andere Menschen insofern irritieren, dass es mitunter plötzlich aufkommen kann. Da sitzt man gemütlich in einer geselligen Runde und beim HSM macht es auf einmal Klick mit dem damit verbundenen Gedanken „Ich will jetzt allein sein!“ oder alternativ „Ich will jetzt nach Hause!“ – schwierig, wenn eine ganze Gruppe davon betroffen ist oder bisher noch nicht die Möglichkeit in Betracht gezogen wurde, sich einfach zu erklären. Letzteres kann allerdings auch daran liegen, dass sich der HSM noch gar nicht darüber bewusst ist, wie sein Verhalten beim Gegenüber ankommt – ungünstig, wenn ihm das auch noch egal sein sollte. In beiden Fällen können sich die anderen Anwesenden schlichtweg überrumpelt fühlen – im negativen Sinne.

Viele HSM haben eine ausgeprägte Empathiefähigkeit – wobei nicht alle Empathen automatisch hochsensibel sind, allerdings tritt beides häufig zusammen auf. Empathiefähigkeit ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen hinein zu versetzen oder auch schlichtweg, Mitgefühl mit anderen zu haben. Das ist natürlich eine sehr schöne Eigenschaft, die vor allem in einem guten Miteinander von großem Vorteil ist. Für einen HSM kann dies jedoch auch eine große Belastung sein, da er sämtliche Stimmungen seines Gegenübers aufsaugt wie ein Schwamm und dann versuchen muss, diese Gefühle einzuordnen und zu sortieren. Das bedarf einer guten Selbstkenntnis („Was gehört zu mir?“) sowie einer guten Fähigkeit der Abgrenzung („Das ist deins, ich kann dich jedoch gut verstehen!“).

Auch wichtig ist, sich von den Menschen fernzuhalten, die diese Eigenschaft für sich ausnutzen – ich nennen sie Energiesauger. Diese (unnetten) Menschen haben einen eingebauten Sensor, der ihnen genau zu verstehen gibt: „Bei dieser Person kann ich all meinen Ballast abladen! Yipeeh!“. Was passiert? Der HSM bekommt diesen Ballast übergestülpt, darf schauen, wie er das verarbeitet bekommt – vielleicht geht es ihm sogar schlecht, weil die Gefühle ja gleich mitgeliefert werden. Und der Andere? Im besten Fall geht es dem jetzt prima, hat er doch seinen Ballast abgeladen und wenigstens für kurze Zeit mehr Luft zum Atmen. Diese Erfahrung haben viele HSM bereits gemacht und es hat sich im Laufe der Zeit im ungünstigsten Fall ein übervorsichtiges Verhalten im Umgang mit „neuen“ Menschen gemacht – Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste... . Übrigens ist dies kein Vorwurf an die Energiesauger! Viele Menschen wissen nicht, dass sie so sind und handeln unbewusst.


"So bin ich -
und nicht anders."






tiefgründig denkend

empathisch

vorausschauend

feinfühlig

viel wahrnehmend

einfach anders




Weg-
weiserin
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