Wie bemerke ich Hochsensibilität... - Beratung für Entspannung und Hochsensibilität

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Tanja Schmidt

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Wie bemerke ich Hochsensibilität...

Rund um die Hochsensibilität > Wissenswertes zur Hochsensibilität
  
Wie bemerke ich Hochsensibilität bei mir oder anderen?

Wir nehmen alle tagtäglich Unmengen von Informationen auf – innen wie außen – bewusst und unbewusst. Normalerweise filtert das Bewusstsein, was für uns wichtig ist und „ignoriert“ die Informationen, die es für uns als unwichtig hält. So die (etwas vereinfachte) Regel... .

Und bei hochsensiblen Menschen?

Bei hochsensiblen Menschen (in Folge HSM) ist das etwas anders.  

Biologisch wird davon ausgegangen, dass die Wahrnehmungsfilter, die dafür zuständig sind, das Nervensystem zu schützen, durchlässiger sind als bei normal sensiblen Menschen. Vielleicht kannst du dir das wie ein Sieb vorstellen – normal sensible Menschen haben eher ein Sieb mit feineren Maschen – es dauert länger, bis etwas durchgedrungen ist und einiges fällt drüber oder bleibt hängen. Bei HSM sind die Maschen groß – ein ganzer Schwall dringt ins Gehirn und die Menge der Informationen, die darüberfallen oder hängen bleiben, sind eher gering.

So nehmen HSM so gut wie alle Informationen auf, denen sie täglich ausgesetzt sind – sie können die Reize, die zusätzlich oft umfassender und komplexer sind, nicht einfach ausblenden.  

Ein gutes Beispiel ist ein überfülltes Café: den wenigsten HSM ist es möglich, dem Gesprächspartner ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, wenn am Hintertisch laut geredet, am Nachbartisch laut gelacht wird und vielleicht noch ein kleines Kind freudig schreiend durch die Gegend läuft. Sowohl visuell (sehend) als auch auditiv (hörend) ist der HSM in diesem Moment mit Informationen überladen – und in Folge häufig überfordert.

Wenn du dir das Sieb mit den großen Maschen noch einmal vorstellst, verstehst du vielleicht auch, dass die Verarbeitung der aufgenommenen Informationen logischerweise länger dauert – deshalb reagieren manche HSM auch erst eine gefühlte Ewigkeit später auf eine Situation oder ein Erlebnis. Das passiert gerne unter Zeitdruck – die aufgenommenen Informationen werden nicht vergessen, sondern zwischengespeichert. Tritt Ruhe ein und bekommt der HSM Zeit zum Nachdenken, kommen diese gespeicherten Informationen wieder hoch und erhalten somit ihren Platz der Verarbeitung.

Dadurch, dass das Nervensystem weniger geschützt ist, sind die 5 Sinne des Menschen bei HSM stärker ausgeprägt – das kann ein einziger Sinn sein, es können jedoch auch mehrere zeitgleich sein.

Ist das Hören ausgeprägter...

...werden Geräusche intensiver wahrgenommen (denke an das Café). Die Geräusche können zu laut sein oder es finden viele Geräusche gleichzeitig statt. Es kann jedoch auch sein, dass Geräusche wahrgenommen werden, die andere überhaupt nicht hören – ich habe zum Beispiel einmal einen Esel gehört, als ich bei meinen Eltern zu Besuch war. Meine Eltern haben sich köstlich amüsiert und sich gefragt, ob sie sich Sorgen um mich machen müssten. Ein paar Wochen später rief meine Mutter an, sie habe den Esel „gefunden“ – es gab ihn wirklich, er stand nur auf einem Grundstück, das meine Eltern noch nie wahrgenommen hatten...

Ist das Sehen ausgeprägter...
erfolgt die Überreizung dadurch, dass HSM selbst Feinheiten sehen können, die von anderen unbewusst ignoriert werden. Die ganze Flut an Farben, Gegenständen, Pflanzen oder was auch immer sie gerade sehen, überschüttet sie – können jedoch auch ein großer Mehrwert sein, sehen sie doch auch schneller das Schöne zum Beispiel in der Natur, welches normal sensible Menschen „übersehen“.

Sind das Riechen und das Schmecken ausgeprägter...
...kann das ganz schön übel sein – oder auch schön, je nachdem, um welchen Geruch oder Geschmack es sich handelt bzw. was davon als angenehm empfunden wird. Von großem Vorteil ist diese Fähigkeit natürlich bei Gefahren, wie Feuer oder gefährliche Geruchsstoffe oder in Bezug auf Essen wäre Restaurantkritiker vermutlich ein sehr guter Beruf, sofern der HSM gerne isst.

Und dann ist da noch das Fühlen,...
...das sich vor allem bei Kindern bereits früh bemerkbar macht, wenn das Etikett in der Hose stört oder der Pulli kratzt oder (auch schön) die Unterhose schlecht sitzt. Das gibt es natürlich auch bei Erwachsenen und kann einem schon einmal den ganzen Tag vermiesen. Oder da wird das Lieblingskleidungsstück schon mal länger getragen, weil es sich so toll anfühlt. Wenn der Tastsinn ausgeprägter ist, führt das natürlich auch dazu, dass Berührungen jeglicher Art intensiver gespürt werden auch das kann sowohl schön als auch unangenehm sein.

Was noch dazu gehört, ist der 6. oder 7. Sinn...
...der dazu führt, dass Stimmungen in einem Raum oder die des Gegenübers ungefiltert wahrgenommen werden. Hier ist es wichtig, dass differenziert werden kann, ob es wirklich an der Umgebung oder dem Gegenüber liegt oder ob es tatsächlich die eigene Stimmung ist, die da gerade in dem HSM vorherrscht. Keine Gedanken sind natürlich notwendig, wenn es sich um eine gute Stimmung handelt, die Harmonie, Spaß, Freude oder eben ein gutes Gefühl bringt. Da ist es egal, wo sie herkommt. Anders ist das bei negativen Stimmungen, die ebenso ungefiltert ankommen und ein unangenehmes Gefühl vor allem im Bauchraum verursachen. Da ist Abgrenzung das große Zauberwort.

Ist letzterer Punkt, also der 7. Sinn, mit ausgeprägt, sprechen übrigens einige nicht mehr von Hochsensibilität, sondern von Hochsensitivität. Ich gehöre dazu und mache diesen Unterschied auch – das liegt jedoch an meiner spirituellen Ausrichtung.


Georg Parlow zur Hochsensibilität:
"Es ist beeindruckend leistungsfähig in der Wahrnehmung, Verarbeitung und im kreativen Output. Doch leider wurde es ohne Gebrauchsanweisung geliefert."
(aus dem Buch "Zart besaitet")





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